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Ein scheinbar
müheloser Sieg
Es scheint fast so, als dass
uns aktuell in dieser Klasse nichts und niemand aufhalten kann.
Wir dürfen aber nicht den
Fehler machen und die letzten Siege falsch einordnen – wirkliche Gegenwehr
hatten wir auch dieses Wochenende nicht zu überwinden.
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1922
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Hertha/ Lava 1
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1 : 7
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SF Nord-Ost Berlin 1
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2062
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1987
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Wolfgang Stark
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½ : ½
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Klaus Welke
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2156
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1973
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Jan-Daniel Wierzbicki
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0 : 1
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Patrick Werner
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2148
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1984
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Dieter Warken
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0 : 1
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Gregor
Salzberg
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2175
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1989
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Ferenc Toth
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0 : 1
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Jens-Uwe
Jaeschke
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2077
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1843
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Wolfram Inngauer
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½ : ½
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Stefan Knappe
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2026
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1901
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Dr. Jürgen Walz
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0 : 1
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Hendrik Schmedes
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2018
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1835
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Klaus Fleischmann
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0 : 1
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Jörg Dengel
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1987
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1865
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Michael Hirche
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0 : 1
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Jeffrey Janke
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1909
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Ein besonderes Lob gilt aber
den Gastgebern, die kostenlosen Kaffee zum Spiel kredenzen – ein wirklich
feiner Zug.
Aber nun zu den einzelnen Partien:
Eigentlich ging alles recht
zügig. Von der zweiten Mannschaft erhielten wir starke Unterstützung, Jeffrey
machte seine Sache sehr routiniert. Als ich das erstemal auf sein Brett
schaute, empfand ich die Stellung als etwas defensiv. Dies lag jedoch nur
daran, dass ich nicht sofort realisierte, dass Jeffrey bereits nach 15 Zügen
mit Schwarz eine Figur mehr hatte und kurz Luft holte, um danach den
Mattangriff zu starten. Folgerichtig gingen wir auch nach 2 Stunden 1:0 in
Führung. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich bereits an den anderen Brettern der
Mannschaftssieg ab, lediglich Klaus und ich konnten noch keinen wirklichen
Vorteil verbuchen – dazu aber später mehr.

Gregor und
Jens-Uwe konsequent auf dem Weg nach vorn
An Brett 3 und 4 zeigten
Jens-Uwe und Gregor sehr solide Leistungen. Der Gegner von Gregor zeigte, dass
er auch schon einmal ein Benoni-Buch in der Hand gehalten hatte. Beide spulten
also Ihre Theorie herunter. Gut das Gregor offensichtlich Band 2 des Buches studiert hatte und seine
Stellungsideen umsetzte. Nachdem der verzweifelte Mattangriff des Schwarzen
souverän durch Gregor abgewehrt wurde, stand es 2:0. Jens-Uwe stand meines Erachtens nach 6 (!!) Zügen
mit Schwarz bereits klar besser. Gekonnt tauschte er die letzten entwickelten
weißen Figuren ab, um dann ein Mattnetz aus zwei Türmen, einem Läufer und zwei
Bauern entstehen zu lassen. Ein wirklich schönes Abschlussbild – 3:0 für uns. Es
zeichnete sich wieder ein hoher Sieg ab. 
An Brett 5 kämpfte Stefan
gegen eine sehr dynamische Pirc-Verteidigung. Beide Spieler wollten den Sieg.
Stefan stürmte mit Unterstützung des Zentrums am Königsflügel, der Schwarze
versuchte sein Glück am Damenflügel. Stefan zeigte sehr schön wie man das
schwarze Bollwerk knacken kann. Gekonnt tauschte er den schwarzfeldrigen
Verteidigungsläufer ab, opferte eine Figur und konstruierte ebenfalls sein
Mattnetz. Dabei ignorierte er selbstverständlich konsequent den schwarzen
Gegenangriff – ein schnelles Ende in Sicht. So weit so gut. Schade nur, dass
Ihm am Ende ein Zug fehlte. Denn bevor er Matt setzen konnte, sah er sich mit
einem Dauerschach des Schwarzen konfrontiert. Er hatte wohl in der Hektik die
kurze Rochade vergessen. Nicht so schlimm, wir führten jetzt ja 3 ½ : ½.
An Brett 6 spulte Hendrik
seine Eröffnungsdatenbank herunter. Meiner Meinung nach nicht unbedingt das
Optimum, wie man Französisch interpretierte. War aber nicht so schlimm. Hendrik
nahm nämlich einfach einen Bauern weg und hatte dann einen einfachen und
wirkungsvollen Plan. Er wollte sich nämlich eine neue Dame holen. Auf dem Weg
dorthin opferte er noch schnell eine Qualität. Kurz darauf stand es 4 ½ : ½ .
Eigentlich hätten wir uns
jetzt alle einen schönen Nachmittag machen können und das Mittagessen bei einem
Siegerbier genießen können. Der erste der dies begriff war Klaus. Nachdem er
durch eine feine Kombination seines Gegners einen Bauern verloren hatte und
dieser, offensichtlich entmutigt durch die sich abzeichnende hohe Niederlage,
seinen Siegeswillen aufgab, blieb Klaus lediglich ein Remisangebot – 5:1.

Jörg beherrschte seinen
Gegner nach Belieben und erarbeitete sich schnell Material und Raumvorteil. In
der Folge entdeckte sein Gegner seinen Kampfeswillen und stellte sich mit aller
Macht gegen die sich abzeichnende Niederlage. Meines Erachtens ließ Jörg im
Übergang zwischen Mittelspiel und Endspiel den schnellen vorzeitigen K.O aus.
Es brauchte noch eine Weile, bis er seinen Gegner im Turmendspiel
niedergerungen hatte. Das war aber überhaupt kein Problem, den ein andere
spielte ja immer noch.

Die Endspielgenießer
unter sich
Als Erstes muss ich mich
natürlich bei allen für das verpasste Siegerbier entschuldigen, aber ich werde
das wieder gutmachen, VERSPROCHEN!! Ich hatte aber sehr viel Spaß an meiner Partie,
schließlich habe ich sehr selten die Möglichkeit, Endspiele zu üben. Meine
Partie startete im Grunde erst nach 40 Zügen richtig. Nachdem alle Figuren
herunter getauscht waren, fand ich mich in einem materialgleichen Läufer/ Springerendspiel
auf zwei Flügeln wieder. Grundsätzlich ist der Läufer hier etwas stärker – also
galt es diesen Vorteil umzusetzen. Ich bin der Meinung, dass das Endspiel nach
f7-f5 gewonnen war. Jens-Uwe sicherte sich nach der Partie gleich mein
Partieformular, um das Endspiel am nächsten Trainingsabend oder auf der
Homepage auszuwerten.

Ein zähes
Ringen bis Ultimo
Nach 5,5 Stunden stand das Endresultat
fest 7:1. Vielleicht zählt am Ende ja noch das Torergebnis.
Als Fazit gilt es die Form
und Konzentration weiter hoch zu halten, um im wahrscheinlich entscheidenden
Duell gegen Zugzwang erfolgreich zu sein.
Als nächstes warten aber erst
einmal die Schachfreunde aus Friedrichshagen. Wer auf die Landkarte schaut,
wird verstehen, warum wir hier einen echten Heimvorteil haben.
PW |