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Erster Mannschaftspunkt nach hartem und spannendem Kampf.
1754 | Friesen 4 | 4 : 4 | SF Nord-Ost Berlin 2 | 1834 | 1799 | Horst Keusch | ½ : ½ | Robert Geue | 1939 | 1777 | Wolfgang Schüler | 0 : 1 | Uwe Schicke | 1924 | 1779 | Wolfgang Junge | ½ : ½ | Ralf Seils | 1911 | 1749 | Eduard Grünwald | 1 : 0 | Siegfried Groeger | 1909 | 1877 | Joachim Schubert | ½ : ½ | Anatol Treskow | 1891 | 1759 | Bert Lutter | 0 : 1 | Steffen Axmann | 1779 | 1637 | Felix Küchler | 1 : 0 | Brian Werner | 1662 | 1652 | Olaf Bandsom | ½ : ½ | Hans Schilling | 1661 |
Nur mein Kampfgeist war noch nicht erwacht. Ich rannte in der Eröffnung wieder einmal hinterher und verbrauchte viel Zeit. So konnte ich dem frühen Remisangebot meines Gegners nicht widerstehen.
An den anderen sieben Brettern ging es bis zur Zeitkontrolle heiß her. Uwe knetete sein Turm-Springer-Endspiel, bis er schließlich geschickt abtauschte. Im entstehenden Bauernendspiel kam sein Gegner dann sofort in Zugzwang und die Stellung brach völlig zusammen. Prima Leistung.
Siegfried hatte eine komplizierte Stellung im Mittelspiel auf dem Brett. Es sah auch gar nicht so schlecht für ihn aus, aber er hatte vielleicht etwas ruhiger weiter spielen sollen. Sein Spiel auf Sieg brachte letztlich nicht einmal mehr einen halben Punkt ein.

Da muss doch noch etwas gehen!
Souverän spielte wieder einmal unser Kapitän. Er stand als Schwarzer nach der Eröffnung optisch immer besser und brachte auch diese Partie durch eine schöne Abschlußkombination zum vollen Punktgewinn. Riesig! Der vierte Punkt aus vier Partien.

Wie ein Fels in der Brandung!
Wir führten nun 2,5 zu 1,5. An den restlichen vier Brettern tobte aber immer noch der Kampf. Und es sah so aus, daß hier wenigsten zwei Punkte möglich wären.
Anatol hatte wieder voll auf Sieg gespielt, eine Qualität geopfert und kam zuerst am Königsflügel gut voran. Aber irgendwie kam der Angriff zum Stehen und schließlich musste er noch um sein Remis kämpfen. Den halben Punkt ließ er aber nicht von Brett gehen.
Robert hatte im Endspiel leichten Vorteil und nach dem Bauerngewinn sah es eigentlich nach Sieg aus. Dann verlor er aber die Qualität für einen weiteren Bauern, so das es beim Remis blieb.

Hier sah es noch recht gut aus.
Brian kam aus dem Mittelspiel schlechter heraus und verlor einen Bauern. Außerdem war der gegnerische Läufer stärker als Brians Springer. Sein Gegner wickelte das Endspiel auch sauber ab, so das Friesen wieder ausglich.
Hans hatte im Endspiel zwar eine leicht bessere Stellung und trotz der ungleichfarbigen Läufer auch durchaus Siegchancen. Er kam aber über ein Remis nicht hinaus.
Wir hatten uns eigentlich mehr erhofft. Aber die Trauben hängen in der 1. Klasse recht hoch. Unsere Chancen hatten wir auf alle Fälle, so das wir weiter optimistisch auf die kommenden Runden sehen sollten. Und es ist auch kaum zu glauben, mit unserem einen Mannschaftspunkt haben wir sogar die Abstiegsränge verlassen.
Ralf Seils
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