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Auch der zweite Versuch die Blitzmeisterschaften des Berliner Schachverbandes auf einem anderen Termin als am ersten Januarwochenende durchzuführen geriet zum Debakel. Mit der Teilnahme von nur 22 Mannschaften wurde ein neuer Tiefpunkt erreicht. Wir selbst machten uns erneut mit zwei Mannschaften auf nach Neukölln …
Durch das Wegbleiben etlicher namhafter Blitzspieler aus anderen Vereine –die sonst immer mit ihren Teams dabei waren- war die Konkurrenz echt offen. Einige Mannschaften waren etwas stärker besetzt (Pankow, Rehberge oder auch Spandau und TSG). Doch waren die Leistungsunterschiede so gering, daß eigentlich Jeder Jeden schlagen konnte. Gespielt wurde erneut in einem offenen Turnier aller Mannschaften, wobei man angesichts der geringen Teilnehmerzahl auf eine Vorrunde verzichtete und gleich in die Vollen ging. Daher war Taktieren -wie bei Turnieren nach Schweizer System oft gesehen- von Anbeginn zwecklos. Unsere 2. Mannschaft wäre in der Auftaktrunde beinah eine Überraschung gegen Kreuzberg (immerhin mit FM Figura antretend) gelungen. Nach dem unerwarteten Gewinn am letzten Brett hatte auch Steffen Axmann am 1. Brett FM Figura völlig überspielt. Leider fehlte die Bedenkzeit zum Mattsetzen und die Partie wurde aufgrund der Zeitüberraschung von Steffen nur Remis. Dennoch eine Leistung, die selbst den Vertretern der 1. Mannschaft zu dem Zeitpunkt Respekt abverlangte! Als dann später SNOB 1 gegen Kreuzberg sogar überraschend glatt mit 4:0 gewinnen konnte, wurden Nord-Ost ein wenig zum Albtraum derer. Ein Kreuzberger fragte nur nach dem Ende der letzten Partie gegen uns: „ Wie ist der Kampf ausgegangen?“ Antwort: 0:4. „Wie ist denn das passiert?“ – Wir konnten es leider auch nicht erklären. Genauso wenig war für uns klar, wo heuer unsere Glücksfee war. Mit sechs knappen 1½: 2½ Niederlagen ließen wir in den Kämpfen gegen die letztlich vor uns plazierten Mannschaften unsere Chancen ungenutzt. Dabei hatten wir genügend Möglichkeiten die entscheidenden Punkte selber uns zu sichern. Doch es war einer dieser Tage, an denen man halt das Quentchen Glück nicht hat. Zum Schluß landete SNOB 1 auf dem enttäuschenden 10. Platz und unsere wackere 2. Vertretung rangierte sich –nach einem deutlichen Leistungseinbruch nach der Mittagspause- auf dem 19. Rang ein. So bleibt uns nur die Hoffnung es im nächsten Jahr wieder versuchen zu können.
Sieger wurde aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht unverdient wenngleich etwas überraschend der Berliner Pokalsieger aus Oberschöneweide (39:3). Dahinter die knapp geschlagenen Turnierfavoriten von Rotation Pankow (38:4), die halt im direkten Duell nur Zweiter wurden. Der Rest des Feldes konnte mit dem Tempo nicht wirklich mithalten und folgte mit sicherem Abstand.
Pl. | Mannschaft | TWZ | S | R | V | MP | BP | 1. | TSG Oberschöneweide | 2163 | 18 | 3 | 0 | 39 | 63.0 | 2. | SC Rotation Pankow | 2255 | 17 | 4 | 0 | 38 | 67.0 | 3. | SC Kreuzberg | 2159 | 15 | 5 | 1 | 35 | 58.0 | 4. | SK König Tegel | 2131 | 14 | 5 | 2 | 33 | 57.5 | 5. | BSC Rehberge | 2205 | 15 | 2 | 4 | 32 | 60.0 | 6. | SC Weisse Dame 1 | 2157 | 12 | 5 | 4 | 29 | 52.0 | 7. | SC Friesen Lichtenberg 1 | 2112 | 12 | 4 | 5 | 28 | 56.5 | 8. | SV Berolina Mitte | 1992 | 13 | 0 | 8 | 26 | 49.0 | 9. | SC Zitadelle Spandau 1 | 2197 | 11 | 3 | 7 | 25 | 45.5 | 10. | Sfrd. Nord-Ost Berlin 1 | 2137 | 10 | 2 | 9 | 22 | 52.0 | 11. | Chemie Weißensee | 2011 | 8 | 6 | 7 | 22 | 45.0 | 12. | SW Lichtenrade 1 | 1943 | 9 | 2 | 10 | 20 | 44.0 | 13. | SC Weisse Dame 2 | 2059 | 7 | 5 | 9 | 19 | 40.0 | 14. | SG Hermsdorf | 2041 | 8 | 3 | 10 | 19 | 38.5 | 15. | TuS Makkabi Berlin | 2058 | 7 | 4 | 10 | 18 | 39.5 | 16. | Treptower SV 1949 | 1987 | 7 | 3 | 11 | 17 | 35.0 | 17. | SC Friesen Lichtenberg 2 | 1951 | 5 | 2 | 14 | 12 | 30.5 | 18. | SG Wedding | 1911 | 2 | 5 | 14 | 9 | 26.5 | 19. | Sfrd. Nord-Ost Berlin 2 | 1852 | 3 | 1 | 17 | 7 | 21.5 | 20. | SC Zitadelle Spandau 2 | 1554 | 2 | 2 | 17 | 6 | 15.0 | 21. | SC Zitadelle Spandau 3 | 1495 | 0 | 3 | 18 | 3 | 15.5 | 22. | SW Lichtenrade 2 | 1582 | 1 | 1 | 19 | 3 | 12.5 |
Mit dem Wissen um den tw. eher eigenen Charme von Berliner Schulen im Hinterkopf wurden wir von den Spielbedingungen in der Aula der „Fritz-Karsen-Schule“ positiv überrascht. Lediglich die kurzfristig abgesagte Pausenverpflegung war ein Manko. Da die Verantwortlichen des BSV vor Ort erst kurz vor dem Termin dies erfuhren konnte eine Versorgung vor Ort nicht mehr gesichert werden. Eine improvisierte Absprache mit einem Café rettete die Situation ein wenig - war aber nur eine Notlösung. 
Viel mehr bewegt uns eine andere Frage, die sich einem bei der Betrachtung der Beteiligung aufdrängt:
Teilnahme an der BBMM 2005 56 Teams am 4. Januar 2004 2005 77 - „ - am 6. Januar 2005 2006 58 - „ - am 8. Januar 2006 2007 47 - „ - am 7. Januar 2007 2008 27 - „ - am 12. Januar 2008 2009 22 Teams am 28. September 2008
Wann werden die BSV Verantwortlichen endlich dem klaren Votum der Mehrheit der Spieler nachgeben und den verbandsinternen Wettbewerben wieder den Stellenwert und Platz in der Planung geben, der Ihnen gebührt? Gerade in Vorbereitung der Saison finden viele Einzelturniere statt, an den viele Spieler in Vorbereitung der kommenden Saison beteiligen. Und andere haben eben auch familiäre Verpflichtungen, denen man nach der gemeinsamen Zeit über Weihnachten/ Silvester leichter entsagen kann als in der besten Herbstzeit. So kann man nur konstatieren, daß der Bedeutungsverlust dieser Wettbewerbe eindeutig hausgemacht ist. Sicherlich ist für die Organisatoren eine Rückkehr zu dem Termin Anfang Januar ein scheinbarer Schritt zurück. Für uns als Spieler wäre es aber ein mutiger Schritt nach vorn im Sinne der Mehrheit! Jahrelang war auch nachgewiesen worden, daß ein Turnier zu Beginn des Jahres organisierbar ist. Insofern zählt für mich das Argument, daß aufgrund des Jahreswechsel es Probleme (egal ob bei den Vereinen hinsichtlich der Meldung oder beim Verband bezüglich der Vorbereitung) geben kann nicht wirklich. Hier geht es aus meiner Sicht reinweg um persönliche Befindlichkeiten Einzelner!
SNOB 2 vs. SNOB 1 ½ : 3 ½
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