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Gewarnt von dem Überraschungssieg des Außenseiters (und Tabellenletzten) der Fußballbundesliga gegen den souveränen Tabellenführer vom Vortage machten wir uns auf den Weg zu den abgeschlagenen Tabellenletzten nach Friedrichshagen. Wir wollten die Riesenchance nicht aus der geben und uns den Aufstieg aus eigener Kraft sichern! So nahmen wir uns vor konzentriert ans Werk zu gehen. An Brett 2 und 3 wollten wir einfach nur nichts zulassen und an den anderen Brettern um die vollen Punkte kämpfen. Die sympathische Truppe aus Friedrichshagen lief gegen uns zudem ersatzgeschwächt auf. So war unsere nominelle Überlegenheit noch größer als vorher zu erwarten war (DWZ-Schnitt: 2046 : 1859).
Friedrichshagen 1 Schachfreunde Nordost 1 _ 1 ½ : 6 ½ Frank 2061 0:1 Bruchmann 2215 Frübing, T. 2122 ½:½ Jaeschke 2139 Graubaum 1959 ½:½ Wiesner, 2085 Baatz 1878 0:1 Welke, 2093 Völker 1750 0:1 Salzberg 2085 Klaue 1548 0:1 Knappe, 2019 Bittorf, W. 1774 0:1 Dr. Süß 2039 Bunk . 1782 ½:½ Janke 1736 Der Wettkampf hatte kaum begonnen, als schon abzusehen war, daß die beiden erfahrenen und sich seit vielen Jahren kennenden Kämpen an Brett 3 neutralisieren würden. Bereits frühzeitig zogen beide Kontrahenten dann als alte Freunde friedlich in den Vorraum um: ½ : ½ Unsere Speerspitze an Brett 1 erschien wieder einmal etwas später. Doch war er der erste, der schon aus der Eröffnung sich Vorteile verschaffte. Ihm gelang es seinen Gegner ein wenig auf der Grundlinie festzunageln und es schien als ob jeden Augenblick unsere Führung perfekt werden sollte ... An meinem Brett wählte der Gegner eine messerscharfe Variante. Im Nimzowitsch-System des Franzosen opferte er in einer seltenen Fortsetzung Material für Entwicklung. Nach sechs Zügen nahm ich mir erst einmal eine halbe Stunde um zu überlegen ob ich den zweiten Bauern auch noch nehmen sollte oder doch lieber auf Sicherheit spielen sollte?! In meiner Vorbereitung hatte ich mir schon angesehen, daß er den Franzosen gerne mit frühem Dg4 spielt. Da ich die konkrete Variante noch nie auf dem Brett hatte, prüfte ich die Abwicklungen doch ein wenig ab. Doch mein Gegner kannte die Variante ebenfalls nicht so genau. Nach neun Zügen konnte er zwar einen der geopferten Bauern wieder bekommen, doch da es mir dafür gelang die Damen (die Hauptangriffsfigur des Weißen in der Variante!) zu tauschen, blieb ein Mehrbauern für mich auf der Habenseite zurück. Inzwischen hatte sich am letzten Brett eine Materialschlacht entwickelt. Nach dem der Rauch verzogen war fanden beide ein Doppelspringerendspiel, in dem keiner von beiden bedingungslos auf Sieg spielen wollte. 1 : 1
Am Brett 7 stand Wolfgang als Anziehender immer einen Tick besser. Ein zwischenzeitliches Remisangebot seines Gegners lehnte er dann im Sinne der Mannschaft ab. Da einige Stellungen noch nicht klar waren hieß es weiterspielen. Als dann sein Gegner durch eine Ungenauigkeit wenige Züge später gleich zwei Bauern einstellte, war unsere Führung perfekt. 2 : 1 Gregor spielte als Anziehender in einer ihm wohl bekannten Stellung immer zielstrebig auf die gegnerische Königsfestung. Druckvoll stellte er Drohungen auf und zwang letztlich den Gegner zur Herausgabe von Material. Kurz danach war der Kampf schon vorbei. 3 : 1 Jens-Uwe hatte an Brett 2 einen ebenbürtigen Gegner, der versuchte Druck aufzubauen. Doch gelang es Jens-Uwe alle Drohungen abzuwehren. Angesichts unserer sich abzeichnenden Vorteile an den anderen Brettern akzeptierte sein Gegner das Remisgebot. 3½: 1½ An Brett 4 konnte ich nicht nur die Entwicklung meiner Figuren langsam vollenden sondern auch noch einen zweiten Bauern einheimsen. Als dann auch noch der dritte Bauer zu fallen drohte stellte mein Gegner den Widerstand ein. 4½ : 1½ Damit war der Aufstieg perfekt!!! Nun fiel alle Anspannung von uns ab und wir konnten gelassen dem weiteren Geschehen zusehen. Stefan an Brett 6 stand von Anbeginn positionell besser. Es war zwar noch kein direkter Gewinn zu sehen. Doch war der Vorteil schon spürbar. Sein Gegner fühlte sich so wohl verpflichtet Gegenspiel zu initiieren und öffnete die Stellung am Königsflügel. Die dabei entstehenden Lücken ermöglichten ein schnelles Eindringen. 5½ : 1½
Nun wurde nur noch am Spitzenbrett gerungen, wo eigentlich bereits die frühe Entscheidung erwartet worden war. Als dann Stephan ungewohnterweise einen sofortigen Gewinnzug ausließ ging ein Raunen durch die Reihen. Selbst bei seinem Gegner keimte noch einmal kurzzeitig Hoffnung auf. Doch Stephan ließ nichts anbrennen und konnte die Stellung doch noch in ein gewonnenes Damenendspiel hinüberretten. 6½ : 1½ Unser Sieg gegen die sympathischen Schachfreunde aus Friedrichshagen stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Auch die Höhe geht ohne Frage in Ordnung. KlaWe

Mit dem Wiederaufstieg in die Landesliga (nach dem Abstieg im Jahre 2005) wird es im nächsten Jahr eine Herausforderung werden dort zu bestehen. Doch stellen wir uns der Herausforderung gerne! Abschlußfeier beim Italiener um die Ecke . Nach Abschluß des Wettkampfes trafen sich alle vier Mannschaften in Berlin-Buch und feierten. Danke auch an die anderen SNOB´s, die der ersten Mannschaft bis zum Schluß die Daumen gedrückt haben!

Im Hintergrund unsere Senioren (SNOB 4), die ihren 4. Platz in der Staffel 3.3 feiern konnten. Im Vordergund die Mannschaftsführer der 2. und 3. Mannschaft.
Landesliga – Wir kommen!!! |